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Die französischen Karikaturisten des 19. Jahrhunderts — Robida, Caran d’Ache, Roubille
🇫🇷 Kapitel 6 · Belle Époque

Die französischen Karikaturisten
des 19. Jahrhunderts

Robida zeichnet das Jahr 2000 ab 1880. Caran d’Ache erfindet die wortlose Geschichte. Roubille bringt den Jugendstil in die Satire. 20 Originalwerke.

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Wer sind die französischen Karikaturisten des 19. Jahrhunderts?

Robida, Albert (1848–1926)

Albert Robida (1848–1926). Ein französischer Illustrator, Karikaturist und Romanschriftsteller; er gilt auch als einer der Pioniere der Science-Fiction. Viel mehr als ein einfacher Satiriker war Robida ein Visionär, der in seinen Zukunftsromanen die Zukunft mit erstaunlicher Präzision vorhersah — das Telephonoskop (Videotelefon mit Flachbildschirm), Luftangriffe, die Emanzipation der Frau, die Kaufhäuser — und dabei technologischen Fortschritt mit Gesellschaftskritik verband.

Das Zwanzigste Jahrhundert: das elektrische Leben (1890). Zukunftsroman, der das Leben im Jahr 1955 darstellt.Das 20. Jahrhundert.Herbstausstellung der großen Kaufhäuser — Albert Robida.Reise ins Land des Bieres.Die Entdeckung Monacos durch einen Seefahrer aus Les Batignolles.Theater in drei Sprachen.Paris bei Nacht.Werk von Albert Robida.Telephonoskop. Das Videotelefon und der Flachbildschirm, von Robida in seinen futuristischen Werken erdacht.Medizinischer Ingenieur in seinem Labor (1890) — aus dem Zukunftsroman Das elektrische Leben.Der Ausgang aus der Oper im Jahr 2000.

11 Werke · Albert Robida · klicken zum Vergrößern

Caran d’Ache (1858–1909)

Caran d’Ache (1858–1909). Geboren als Emmanuel Poiré, ist dieser russisch-französische Zeichner berühmt für seine wortlosen Geschichten und seine politische Satire. Seine klare und raffinierte Linienführung ermöglichte es ihm, äußerst effektive erzählerische Sequenzen zu schaffen, insbesondere um aktuelle Ereignisse wie die Gesellschaft der Belle Époque oder die Spaltungen der Dreyfus-Affäre zu kommentieren.

Zündet an! Zündet an! Wintersymphonie — Zeichnung von 1902 in La Vie Heureuse.Fortsetzung der Zeichnung von Caran d'Ache, 1902 in La Vie Heureuse veröffentlicht.Panem et Circenses (Brot und Spiele), 1899.Caran d'Ache — Der Eintritt in die Gesellschaft — Le Figaro, 3. Januar 1898.Klempnerei (veröffentlicht in L'Assiette au Beurre), 1902.Caran d'Ache — Eine Locke Ihres Haares, Maestro.Caran d'Ache — 3. August 1896: die Ballade vom Kiosk.

7 Werke · Caran d’Ache · klicken zum Vergrößern

Roubille, Auguste (1872–1955)

Als französischer Maler, Plakatgestalter und Karikaturist arbeitete Auguste Roubille mit zahlreichen satirischen Zeitschriften zusammen, darunter L’Assiette au Beurre. Sein vom Jugendstil beeinflusster Stil zeichnet sich durch geschwungene Linien und einen starken Sinn für Dekoration aus, wobei er sein Talent sowohl für Werbung als auch für Gesellschaftskritik einsetzte.

Villégiatures (aus L'Assiette au Beurre Nr. 17), 25. Juli 1901.Werner-Motorräder (Werbeplakat), 1905 — Auguste Roubille.

2 Werke · Auguste Roubille · klicken zum Vergrößern

Anderswo in Kultur

Kurz gefasst

  • Albert Robida ist ein Visionär, Pionier der Science-Fiction: Sein «Telephonoskop» erdachte das Videotelefon und den Flachbildschirm bereits 1890.
  • Caran d’Ache, geboren als Emmanuel Poiré, ist der Meister der wortlosen Geschichte — äußerst effektive erzählerische Sequenzen, von der Gesellschaft der Belle Époque bis zu den Spaltungen der Dreyfus-Affäre.
  • Auguste Roubille, vom Jugendstil beeinflusst, stellte seine geschwungenen Linien in den Dienst von L’Assiette au Beurre, der Werbung wie der Gesellschaftskritik.
  • Dieses Kapitel präsentiert 20 kommentierte Werke der Belle Époque und der illustrierten satirischen Presse.
KünstlerInnovationThemenPublikation
Albert RobidaTechnologische ZukunftszeichnungZukunft, Technologie, modernisierte GesellschaftLa Caricature
Caran d’AcheWortlose Geschichte (stummes Erzählen)Militärleben, Aktualität, HumorLe Figaro, Psst…!
Auguste RoubilleJugendstilplakate, flächige FarbenGesellschaftssitten, AntikapitalismusL’Assiette au Beurre
« Für diese Mini-Enzyklopädie der Karikatur ließ ich mich von zwei faszinierenden Büchern inspirieren: La caricature – Art et manifeste (« Die Karikatur – Kunst und Manifest ») von Ronald Searle, Claude Roy und Bernard Bornemann, erschienen bei Skira im Jahr 1974, und Affiches et caricatures dans l’histoire (« Plakate und Karikaturen in der Geschichte ») von Robert Philippe, erschienen bei Fernand Nathan im Jahr 1980. »
— Sébastien Rieu
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